Wie gewinnt man Selbstvertrauen?

Nicht nur die wissenschaftliche Forschung ist hier einhellig, auch unser gesunder Menschenverstand sagt uns, welche starke Bedeutung SELBSTVERTRAUEN für unser Leben hat. Vielfältige Studien belegen, dass Selbstvertrauen im Sinne von „Selbstwirksamkeitserwartung“ (perceived efficacy) einhergeht mit höherer Lebenserwartung, optimistischer Krisenbewältigung, beruflichem Erfolg etc.
Die Forschung sagt uns auch, wodurch sich Selbstvertrauen entwickelt: Durch eigene Erfahrung, Herausforderungen meistern zu können.
Die Forschung sagt uns aber nicht, wie dies nachgeholt werden kann, wenn dies in Kindheit und Jugend nicht ausreichend stattgefunden hat.
Hier genau setzt diese App an:

Angstbesetzte Situationen bieten eine ideale Voraussetzung, den „Kampf“ mit Herausforderungen zu suchen, zu meistern und daran quasi zu wachsen. Die Überwindung beim Sprung vom 10m-Brett, erst recht ein Bungee-Sprung, geht als großer Wert in unser rayed ein.
Wenn wir die Erfahrung machen, dass wir stärker sind als das, was uns hemmt, dominiert und einschüchtert, was uns flüchten und vermeiden lässt, dann wirkt das zentral auf unser Selbstkonzept, hier auf unser „Machtbewusstsein“.
Diesen Entwicklungsprozess zu einem Bewusstsein von Stärke und Glauben an eigene Gestaltungsmöglichkeiten bezeichnen wir als „Empowerment“.
Und darum geht es primär bei diesem E-Y-S App-Übungsprogramm.

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Herausforderungen meistern! Ja, aber wo und wie?

Selbstvertrauen (Selbstwirksamkeitserwartung) baut sich durch die Erfahrung auf, Herausforderungen überwinden zu können. Soweit so gut. Aber:
Wo finden wir nun diese Herausforderungen, an denen wir uns messen können und deren Bewältigung so bedeutsam für die Entwicklung eines starken „Ichs“ sein soll?

Wir können doch nicht warten, bis uns das Leben zufällig mal mit einer Herausforderung konfrontiert. Es genügt ja auch nicht, eine einzige Herausforderung zu bestehen, ein Bungee- oder Fallschirmsprung, damit sich Selbstvertrauen (als Teil unseres Selbstbewusstseins) bildet. Nein, wir müssen möglichst gezielt, wiederholt und planmäßig diese Überwindungs-Erfahrungen machen (und uns danach bewusst auf die Schulter klopfen), damit sich schrittweise Selbstvertrauen einstellt.

Aber noch einmal, wo finden wir die Herausforderungen, die wir dazu brauchen???
Quasi vor der Tür: Nehmen Sie sich eine gültige Briefmarke, gehen Sie nach draußen und fragen Sie die nächste Person oder sogar Personengruppe (z.B. vor einer Bushaltestelle) oder die Verkäuferin im nächsten Backshop, ob sie diese gültige und wertige Briefmarke gegen entsprechendes Bargeld eintauscht bzw. abkauft.
Was ist dabei? Sie machen nichts Unrechtes, Unverschämtes, verlangen nichts Unmögliches. Und trotzdem ist diese kleine Übung vielen Menschen sehr unangenehm (auf einer Skala zwischen 0 bis 10 erfahrungsgemäß bei vielen mindestens 6-7).
Und dieses negative Gefühl können Sie sogar noch steigern: Indem Sie eine für Sie „schwierige Person“ (z.B. besonders attraktiv oder streng, autoritär wirkend) auswählen. (Wir nennen diese und andere Steigerungsvarianten im E-Y-S Programm „Booster“.)

Es ist dabei nicht so wichtig, ob dieses negative Gefühl bei so einer konkreten Aufgabe auf Angst, Scham, Schüchternheit oder was auch immer beruht.
Wichtig ist, dass diese Übung eine für Sie relevante Hemmschwelle aktiviert, die Sie quasi mit sich selbst konfrontieren lässt: Wer ist stärker, meine Hemmung, Flucht- oder Vermeidungstendenz oder mein Wille und meine Kraft, mich dagegen durchzusetzen?
Gewinnen Sie diese Auseinandersetzung mit sich selbst, dann bewirkt diese bewusste Überwindung eine weitere Einzahlung auf ihr Selbstvertrauenskonto.

(234) 321-8915

Empowerment im hier verstandenen Sinn ist der systematische, schrittweise, aufgabenorientierte P r o z e s s, der dazu führt, daß sich E-Y-S Teilnehmer zunehmend stark statt schwach, gestaltend statt hilflos, gross statt klein, mächtig statt ohnmächtig, selbstbestimmt statt fremdbestimmt empfinden können („yes I can“).

Durch ein strukturiertes Programm entwickeln Teilnehmer einen zunehmenden „Glauben an sich selbst“, der sie selbst-bewusster ihre eigenen Interessen vertreten und negative Ereignisse besser „abpuffern“ und überwinden läßt.

Warum durch konkrete Übungen?
Weil die Einsicht nicht reicht:
– weder die reflektorische Einsicht, daß und warum mein Selbst so verletzlich und schwach geworden ist (Elternhaus, traumatische Erlebnisse, Frustration, Erschöpfung etc.),
– noch die abstrakte Einsicht, daß ich etwas ändern müsste, weil mein Leben sonst zu negativ verläuft.
(Viele wissen ja gar nicht, wo sie mit Änderungen anfangen sollen und sind erdrückt von dem großen Berg.)
Was gebraucht wird:
– sind konkrete strukturierte Schritte, wie beim Erlernen einer Sprache oder eines Instruments!

Aber:
Es macht keinen Spaß (oder nur gelegentlich) !!
So ist es wie mit vielen Veränderungen: Das Ergebnis, zum Beispiel mich in fremder Sprache unterhalten, Klavier, Gitarre etc. spielen zu können, ist schön und macht Spaß, aber „der Weg ist steinig“ und erfordert erhebliche Disziplin, um den „inneren Schweinehund“ zu überwinden.
Es macht keinen Spaß, sich etwa an einer Supermarktkasse nur zur Selbst-Überwindung vorzufragen!
(Das ist nur für diejenigen Spaß, die mit dieser Aufgabe kein Problem haben und/oder die Leute „veräppeln“ wollen, um sich voyeuristisch an deren Reakton zu beköstigen!)

Es geht nicht darum, daß es mir nicht mehr unangenehm ist (Hemmschwelle), jmd. eine peinliche Frage zu stellen („wissen Sie wie das Wetter morgen wird?“), sondern daß ich diese Frage trotz aller ggf. Peinlichkeit stellen kann – einfach weil ich es will. Mein Ich verkriecht sich quasi nicht mehr und verschwindet durch alle möglichen Ängste, Schüchternheiten, Vermeidungen, Anpassungen etc. im Nichts, sondern sieht diese Hemmschwellen als Herausforderung, die es quasi aufzusuchen und zu bewältigen gilt, um darüber Selbstbewußtsein und Autonomie (z.B. Unabhängigkeit vom Werturteil anderer) zu erreichen.
Hat sich dieses Selbstvertrauen-Empfinden dann sukzessive entwickelt, dann braucht man nicht mehr geplant zu üben, sondern dann hält das alltägliche Leben genug immer wieder herausfordernde Aufgaben für uns parat.

Das E-Y-S Punktesystem

Das E-Y-S Übungssprogramm fußt auf der wiss. Erkenntnis, daß Selbstvertrauen auf Selbsterfahrungen/-bewertungen basiert.
Je größer (gewagter, relevanter) die Herausforderung ist, die ich meistere, desto größer ist der Selbstvertrauens-Zuwachs (Einnahme).

So haben zum Beispiel nicht wenige Personen eine gewisse Hemmschwelle, eine wildfremde Person auf der Straße zu fragen, ob sie wisse, wie das Wetter morgen wird.
Der Grad der Herausforderung dieser kleinen Wetter-Übung ist sehr individuell und lässt sich in Zahlen ausdrücken: Für die einen ist diese Übung (zwischen 0 bis 10) „kein Problem“ (0 oder 1), für andere ist diese Übung „schwer“ (sogar 6). So sagte ein sehr gebildeter Akademiker, dass ihm diese Übung besonders schwerfalle. Sie sei so peinlich, weil wir heute mit Leichtigkeit (Smartphone etc.) die Wettervorhersage selbst ermitteln können.
Diese Übung würde für die eine Person (0-1) keinerlei Selbstvertrauens-Zuwachs bringen. Für den Akademiker aber bedeutet die gleiche Übung eine echte Herausforderung, denn er muss quasi gegen sein Schamgefühl, gegen seine Angst vor Spott und Lächerlichkeit ankämpfen, sich also bewusst überwinden und seinen Willen („ich will es tun“) durchsetzen. Wenn er sich danach dann diese Überwindung (seiner eigenen emotionalen Widerstände) noch einmal deutlich bewusst macht, bedeutet dieses eine signifikante „Bewältigungserfahrung“, die ein weiterer Schritt zu mehr Selbstvertrauen ist.
Die Größe dieses Schritts entspricht dem Grad der Herausforderung, also in seinem Fall 6, so dass er quasi 6 Punkte auf seinem „Bewältigungserfahrungs-Konto“ verbuchen kann.

Das E-Y-S Programm addiert im Hintergrund die jeweils erreichten Punkte in einem sog. Punktekoto, das jederzeit eingesehen werden kann.

Für jeden Übungsabschnitt (Modul) gibt es ein individuelles Punkteziel, in das auch das Zeitfenster (z.B. 4 Wochen für Modul I) sowie der subjektive Trainingsbedarf des jeweiligen Teilnehmers eingehen. Wenn zum Beispiel für den genannten Akademiker nicht nur die Wetterübung, sondern auch viele andere Übungen schwer sind, er also über wenig Selbstsicherheit verfügt, dann hat er einen größeren Übungsbedarf als etwa die andere Person, die vom Ausgangswert selbstsicherer als er ist, also weniger Übungen (oder aber die nächste Modulstufe) bräuchte.
Der Übungsbedarf spiegelt sich in der Größe des Punkteziels wider: Der besagte Akademiker hat beispielsweise 200 Punkte (in 4 Wochen) als Punkteziel, während die selbstsichere Person nur 100 Punkte (in 4 Wochen) als Punkteziel erhält.